Profi-Tipps für Fashion Fotografie

Die Kameras sind heutzutage zu unseren ständigen Begleitern geworden. Wenn man nicht unbedingt eine kompakte Digitalkamera oder eine Spiegelreflexkamera besitzt, so schießt man Fotos zumindest mit einem Smartphone oder mit einem Tablet. Im Vergleich zu analogen Zeiten fotografieren wir heutzutage viel, sogar vielleicht jeden Tag. Aber fotografieren wir deshalb besser oder knipsen wir nur?

Wir sind umgeben von erstklassig-schönen Bildern: im Web, in Fernsehwerbung und in Hochglanzmagazinen lächeln uns bildhübsche Frauen an und Produktbilder verführen zu Kauflaune. Wer wollte nicht schon immer ähnlich schöne Fotos schießen? Man muss kein Profifotograf sein, um technisch perfekte Fotos machen zu können. Wenn Sie die nachfolgenden Tipps beachten, können Sie durchaus sehenswerte Aufnahmen hinzaubern.

Fashion-Fotografie

1. Verwenden Sie möglichst hochwertige Optiken. Eine DSLR oder eine Systemkamera sollten in Ihrer Ausrüstung nicht fehlen.

2. Vergessen Sie Zoom-Objektive. Super-Zooms ab 200 mm Brennweite sind hier total fehl am Platz. Verwenden Sie am besten eine lichtstarke Festbrennweite zwischen 50 und 130 mm. Die Lichtstärke eines Objektivs verbirgt sich unter der Angabe 1:x und ist irgendwo am Tubus angegeben. Objektive mit Werten 1:2 und 1:1.8 sind schon ziemlich lichtstark und noch erschwinglich. Unterhalb von 1:1.4 leider unbezahlbar.

3. Machen Sie die Automatikfunktion Ihrer Kamera aus. Fotografieren Sie mit Zeitautomatik A, indem Sie die Blende selbst vorgeben. Nehmen Sie bei wenig Licht die größte Blende (kleinste Blendenzahl). Bei guten Lichtverhältnissen (Sonnen- oder Studiolicht) können Sie mit einer Blende zwischen 5 und 8 schießen. Bei dieser Blendeneinstellung bilden die Optiken am schärfsten ab.

4. Fotografieren Sie möglichst mit kleinsten ISO-Zahlen, um Bildrauschen zu vermeiden.

5. Wenn Sie Ihr Fotoshooting draußen gestalten, vermeiden Sie Mittagssonne. Grelle Sonne sorgt für harte Schatten und ausgebrannte Hautpartien. Perfekte Lichtstimmung hat man hingegen morgens und abends. Wenn Sie Ihr Mode-Fotoshooting in den Mittagsstunden gestalten müssen, suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen aus und nehmen Sie einen Assistenten mit. Ihr Assistent oder Assistentin soll Ihr Model mit einer Reflektorscheibe anleuchten. Damit erreichen Sie softes, gleichmäßiges Licht. Haben Sie spontan keinen Reflektor zu Hand, können Sie zur Not mit einer handelsüblichen Alufolie arbeiten. Mehr Tipps siehe auch bei kwerfeldein.de.

Produkt-Fotografie und Packshots

Gegenstände, etwa Handtaschen wie bei www.itbags.org, Uhren oder Elektronik, fotografiert man gewöhnlich für Kataloge. Dabei soll das abgebildete Objekt farbecht sein und durchgehend scharf abgebildet werden. Für die Objektfotografie gelten die gleichen Grundregeln wie oben. Beachten Sie darüber hinaus Folgendes:

1. Sorgen Sie für einen homogenen (generell weißen) Hintergrund. Fotografieren Sie Katalogbilder im Studio, statt bei Tageslicht. So erreichen Sie stets gleich aussehende Produktbilder.

2. Produktbilder sollten mit großer Schärfentiefe abgebildet werden. Verwenden Sie dabei kleine Blende (große Blendenzahl). Nehmen Sie jedoch nicht die kleinste Blende, da so optikbedingte Beugungsfehler auftreten können.

3. Verwenden Sie ein Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden.

4. Arbeiten Sie mit mehr als einer Lichtquelle, um Schattenbildung zu reduzieren. Wenn Sie einen Systemblitz verwenden, blitzen Sie indirekt, indem Sie den Schwenkkopf gegen die Decke richten.

Wenn Sie diese Tipps beachten, können Sie von vornherein typische Anfängerfehler ausschließen. Halten Sie sich aber nicht starr daran, sondern experimentieren Sie. Fotografie ist kreative Arbeit. Schließlich müssen Sie Ihren eigenen Stil entdecken.

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